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Ostereier Färben
Mit Ostern naht das Ende der Fastenzeit, was landauf, landab, mit einem Festschmaus gefeiert wird! In Südtirol müssen dazu Osterbrot, süßer „Fochaz“ aus Hefeteig, frischer Kren aus dem Garten und „Geweichtes“ auf den Ostertisch!
„Geweichtes“ sind Speisen, die am Ostersamstag in der Kirche gesegnet werden – vor allem Speck, Schinken, ein Osterlamm aus Butter und natürlich viele bunte Ostereier, die traditionell am Gründonnerstag gefärbt werden, gehören dazu.
Eine in Südtirol häufig angewandte Technik ist das Färben mit schönen Blättern: Dazu spannt man feinblättriges Grün mithilfe eines Nylonstrumpfes um ein gekochtes Ei und taucht es in Lebensmittelfarbe, wodurch die Schale unter dem Blatt weiß bleibt. Ähnlich schön werden Eier, die mit roten Zwiebelhäuten umwickelt gekocht werden. Aber aufpassen, damit das Ei nicht bricht! Besonders kunstvoll wirken Verzierungen, die mit scharfer Klinge in die Schale stark gefärbter Ostereier geritzt werden. Letztlich ist die Art des Ostereierfärbens im Gsiesertal, in italienisch Valle Casies, aber unwichtig, denn nur wer das gegnerische Ei durch Aufeinanderstoßen zu Bruch bringt, ohne das Eigene zu beschädigen, gewinnt beim traditionellen „Osterpreisguffen“!
Foto: shutterstock
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